Kurzantwort
- Prüfen Sie Pflichtangaben wie Lieferant, Bankverbindung und Steuerdaten schon beim Anlegen.
- Führen Sie einen Drei-Wege-Abgleich ein: Bestellung, Wareneingang und Rechnung müssen zusammenpassen.
- Legen Sie Freigabegrenzen für Bestellungen und Rechnungen fest.
- Werten Sie Fehler regelmäßig aus und suchen Sie Muster.
- Sprechen Sie Abweichungen mit dem Lieferanten an und halten Sie die Klärung schriftlich fest.
- Prüfen Sie vor jeder Buchung, ob die Rechnungsnummer des Lieferanten bereits erfasst ist.
Betrieblicher Hintergrund
- Fehler im Einkauf führen zu falschen Zahlungen und Bestandsdifferenzen.
- Der Drei-Wege-Abgleich ist eine bewährte Kontrolle vor der Zahlung.
- Freigaben sollten dokumentiert sein, nicht nur mündlich erteilt.
- Belege gehören zentral abgelegt, nicht in lokalen Ordnern.
- Eine Gutschrift des Lieferanten sollte mit dem ursprünglichen Beleg verknüpft und geprüft werden.
- Rollen im Einkauf sollten getrennt sein: Wer bestellt, gibt nicht gleichzeitig die Rechnung frei.
- Der Drei-Wege-Abgleich ist nur wirksam, wenn Toleranzen festgelegt sind, etwa 2 % bei Menge und Preis, damit Kleinstabweichungen nicht jeden Vorgang aufhalten.
- Doppelte Rechnungen desselben Lieferanten sind ein klassischer Fehler; ein Blick auf Rechnungsnummer und Betrag vor der Buchung schützt davor.
Beispiele
- Zum Beispiel: Auf der Rechnung steht eine falsche Bankverbindung; sie fällt vor der Zahlung auf.
- Zum Beispiel: Die Rechnungsmenge weicht um 5 % vom Wareneingang ab, die Abweichung wird geklärt.
- Zum Beispiel: Ein Lieferant berechnet 4.900 € statt der bestellten 4.500 € und wird um eine Korrektur gebeten.
- Zum Beispiel: Der Lieferant sendet eine Gutschrift über 350 €; sie wird der fehlerhaften Rechnung zugeordnet.
- Zum Beispiel: Eine Bestellung über 15.000 € wird von der Geschäftsleitung freigegeben, kleinere Bestellungen vom Einkauf.
- Zum Beispiel: Ein Lieferant sendet dieselbe Rechnung über 1.980 € nach einer Mahnung erneut; die Prüfung von Rechnungsnummer und Betrag verhindert die zweite Zahlung.
Häufige Fehler
- Rechnungen werden ohne Abgleich mit Bestellung und Wareneingang gebucht.
- Freigaben werden mündlich erteilt und sind nicht belegt.
- Belege liegen in lokalen Ordnern auf einzelnen Rechnern.
- Gutschriften werden nicht zugeordnet, die offene Rechnung bleibt zu hoch.
- Dieselbe Rechnung wird nach einer Zahlungserinnerung ein zweites Mal gebucht und bezahlt, weil die Rechnungsnummer nicht geprüft wird.
So hilft Ihnen 4softerp
- Bestellung, Wareneingang und Lieferantenrechnung liegen im Einkaufsmodul zusammen und lassen sich vor der Zahlung abgleichen.
- Über das Bewegungsjournal des Lagers sehen Sie, welche Menge tatsächlich eingebucht wurde, und vergleichen sie mit der Rechnung.
- Nach dem Buchen erscheinen die Rechnungen in Ihren Buchungssätzen und Berichten, sodass Fehler in den Salden auffallen.
- Jede Gesellschaft Ihres Kontos führt ihre eigenen Einkaufsbelege, die Sie einzeln oder für die Gruppe auswerten.
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