Kurzantwort
- Erfassen Sie die vereinbarten Preise und Konditionen pro Lieferant und Artikel.
- Prüfen Sie beim Anlegen der Bestellung den hinterlegten Preis.
- Sehen Sie sich den Preisverlauf je Artikel und Lieferant an.
- Vergleichen Sie Angebote mehrerer Lieferanten nach Preis, Menge und Lieferzeit.
- Halten Sie fest, bis wann ein Preis gilt, und prüfen Sie ihn vor jeder größeren Bestellung.
- Vermerken Sie bei jedem Angebot Ansprechperson und Datum der Zusage, damit Sie sich bei Rückfragen darauf berufen können.
Betrieblicher Hintergrund
- Preise und Staffeln ändern sich; der Stand zum Bestelldatum muss nachvollziehbar bleiben.
- Rahmenvereinbarungen sollten mit Gültigkeitszeitraum erfasst werden.
- Mengenrabatte lohnen sich nur, wenn der Bestand die Menge auch wirklich abnimmt.
- Die Verfügbarkeit beim Lieferanten fragen Sie bei Bedarf direkt an und halten das Ergebnis fest.
- Nebenkosten wie Fracht und Verpackung gehören in den Vergleich, nicht nur der Stückpreis.
- Preiserhöhungen sollten Sie dokumentieren, um bei Verhandlungen belegen zu können, wie stark sie ausfallen.
- Zahlungsziel und Skonto gehören ebenfalls zu den Konditionen; ein günstiger Preis mit kurzem Zahlungsziel kann teurer sein als ein etwas höherer mit langem.
- Die Lieferzeit wirkt direkt auf den nötigen Sicherheitsbestand: Ein Lieferant mit zwei Wochen Lieferzeit bindet mehr Kapital als einer mit zwei Tagen.
Beispiele
- Zum Beispiel: Drei Lieferanten bieten denselben Artikel an; Sie vergleichen Stückpreis, Mindestmenge und Lieferzeit.
- Zum Beispiel: Staffelpreis: ab 100 Stück 5 % Rabatt, ab 500 Stück 12 %.
- Zum Beispiel: Ein Preis lief zum Monatsende aus; vor der Bestellung wird der neue Preis erfasst.
- Zum Beispiel: Lieferant A ist 0,20 € je Stück günstiger, verlangt aber 90 € Fracht; bei kleiner Menge lohnt sich Lieferant B.
- Zum Beispiel: Ein Lieferant erhöht den Preis um 4 %; der Preisverlauf zeigt die Änderung und dient als Verhandlungsgrundlage.
- Zum Beispiel: Lieferant A verlangt 4,80 € je Stück bei 30 Tagen Zahlungsziel, Lieferant B 4,70 € bei sofortiger Zahlung; bei 10.000 Stück wiegt die Liquidität womöglich stärker als die 1.000 € Preisdifferenz.
Häufige Fehler
- Bestellungen werden ohne Blick auf den aktuellen Vertragspreis ausgelöst.
- Alte Preisstände werden überschrieben, der frühere Preis ist nicht mehr auffindbar.
- Mengenrabatte werden nicht genutzt oder nicht verhandelt.
- Es wird nur der Stückpreis verglichen, Fracht und Zahlungsziel bleiben unbeachtet.
- Die Lieferzeit wird beim Preisvergleich nicht berücksichtigt, sodass der günstigste Lieferant am Ende höhere Lagerkosten verursacht.
So hilft Ihnen 4softerp
- Preise und Konditionen halten Sie je Lieferant und Artikel im Einkaufsmodul fest und sehen den Stand zum Bestelldatum.
- Beim Erfassen einer Bestellung prüfen Sie die hinterlegten Konditionen des Lieferanten, bevor Sie sie absenden.
- Weicht der Rechnungspreis vom Bestellpreis ab, erkennen Sie das beim Abgleich, bevor gezahlt wird.
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