Kurzantwort
- Legen Sie Zeitraum und Ebene fest: Artikel, Warengruppe oder Produktlinie.
- Berechnen Sie den Deckungsbeitrag aus Verkaufspreis und Einstandskosten.
- Berücksichtigen Sie zusätzlich die Gemeinkosten, die dem Produkt zuzurechnen sind.
- Sortieren Sie nach Ergebnisbeitrag und trennen Sie Renner von Verlustbringern.
- Prüfen Sie zusätzlich, welche Produkte häufig zusammen gekauft werden, bevor Sie eines auslisten.
- Wiederholen Sie die Auswertung nach jeder größeren Preisänderung im Einkauf oder Verkauf.
Betrieblicher Hintergrund
- Der Rohertrag allein zeigt nicht, ob ein Produkt Geld verdient.
- Gemeinkosten wie Lager, Versand und Verwaltung verändern das Bild.
- Ein Produkt mit niedriger Marge kann trotzdem wichtig sein, weil es Kunden bindet.
- Saisonale Effekte gehören in die Bewertung.
- Rabatte und Retouren mindern den tatsächlichen Ertrag und gehören in die Rechnung.
- Der Deckungsbeitrag zeigt, was nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten übrig bleibt.
- Der Einstandspreis umfasst Einkaufspreis, Fracht, Zoll und Nebenkosten; nur mit ihm ist die Marge realistisch berechnet.
- Ein Produkt kann als Zubehör andere Verkäufe auslösen; die Bewertung sollte deshalb auch den Auftragswert je Kunde betrachten.
Beispiele
- Zum Beispiel: Von 200 Artikeln erzielen 30 rund drei Viertel des Ergebnisses – hier liegt der Fokus.
- Zum Beispiel: Ein Artikel mit 2 % Marge wird nach Verteilung der Gemeinkosten unprofitabel.
- Zum Beispiel: Nach Nachverhandlung mit dem Lieferanten steigt die Marge eines Artikels von 18 % auf 24 %.
- Zum Beispiel: Ein Artikel mit 30 % Marge verliert nach Retouren und Rabatten fast die Hälfte seines Ertrags.
- Zum Beispiel: Ein Kunde kauft nur Artikel mit niedriger Marge, bringt aber regelmäßige Aufträge; das wird mitbewertet.
- Zum Beispiel: Ein Artikel wird für 50 € verkauft, kostet 32 € im Einkauf plus 3 € Fracht; der Deckungsbeitrag beträgt 15 €, das sind 30 % vom Verkaufspreis.
Häufige Fehler
- Nur der Rohertrag wird betrachtet, Gemeinkosten fehlen.
- Produkte werden ausgelistet, ohne die Wirkung auf das Gesamtsortiment zu prüfen.
- Saisonalität wird ignoriert.
- Retouren und Rabatte werden nicht in die Marge eingerechnet.
- Fracht und Zoll bleiben im Einstandspreis unberücksichtigt, sodass die Marge auf dem Papier höher liegt als in der Wirklichkeit.
So hilft Ihnen 4softerp
- Verkaufsbelege mit Menge und Preis sowie Einkaufsbelege mit Einstandskosten liegen im selben System.
- Aus den gebuchten Daten werten Sie Erträge und Kosten nach Zeitraum aus und vergleichen Produktgruppen.
- Bei mehreren Gesellschaften betrachten Sie die Marge je Gesellschaft oder für die Gruppe insgesamt.
- Ihre Margenauswertung probieren Sie 6 Monate lang mit dem eigenen Sortiment aus; Preise in Euro.
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