Kurzantwort
- Legen Sie jedes Lager mit Standort und verantwortlicher Person an.
- Vergeben Sie eindeutige Bezeichnungen für Lagerorte, zum Beispiel Regal und Fach.
- Buchen Sie Umlagerungen zwischen Lagern immer mit einem eigenen Beleg.
- Werten Sie den Bestand je Lager und insgesamt in einer Übersicht aus.
- Legen Sie den Mindestbestand pro Lager getrennt fest.
- Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Summe der Lager mit dem Gesamtbestand übereinstimmt.
- Ordnen Sie jedem Artikel ein Standardlager zu, damit Wareneingänge ohne Rückfrage am richtigen Ort landen.
Betrieblicher Hintergrund
- Mehrere Lager brauchen klare Regeln, welche Artikel wo gelagert werden dürfen.
- Externe Lager, etwa bei Logistikdienstleistern, sollten als eigene Lager im System erscheinen.
- Die Verantwortung für Bestand und Zählung sollte pro Lager geregelt sein.
- Der Gesamtbestand ist die Summe aller Lager und muss mit den Einzelbeständen übereinstimmen.
- Wer viele Standorte betreibt, sollte Umlagerungen mit Absender, Empfänger und Menge dokumentieren.
- Ein gemeinsamer Artikelstamm für alle Lager verhindert, dass derselbe Artikel unter verschiedenen Nummern geführt wird.
- Für Umlagerungen sollten Sie die Transportdauer einplanen: Ware unterwegs gehört weder ins Absender- noch ins Empfängerlager und braucht eine klare Behandlung.
- Auch sehr kleine Lager, etwa Fahrzeuglager von Servicetechnikern, sollten als eigene Lager geführt und regelmäßig gezählt werden.
Beispiele
- Zum Beispiel: Ein Händler mit fünf Regionallagern sieht den Gesamtbestand zentral und bestellt trotzdem standortbezogen nach.
- Zum Beispiel: Ein Betrieb trennt Rohmateriallager und Fertigwarenlager und bucht die Übergabe per Umlagerungsbeleg.
- Zum Beispiel: Ein Unternehmen führt sein Eigenlager und ein Fremdlager für 40.000 € Warenwert im selben System.
- Zum Beispiel: Ein Lager ist knapp, ein anderes überversorgt; eine Umlagerung von 200 Stück spart eine Neubestellung.
- Zum Beispiel: Ein Kunde ruft an; Sie sehen sofort, in welchem Lager die Ware liegt und wie lange die Umlagerung dauert.
- Zum Beispiel: Ein Servicebetrieb führt fünf Fahrzeuglager mit je rund 60 Ersatzteilen; nach jedem Einsatz bucht der Techniker die verbrauchten Teile aus seinem Fahrzeuglager.
Häufige Fehler
- Lagerorte haben keine eindeutigen Bezeichnungen, Ware ist schwer auffindbar.
- Ware wird physisch umgelagert, aber nicht gebucht, der Bestand stimmt nicht mehr.
- Eine Person verantwortet mehrere Lager ohne Gegenkontrolle.
- Alle Lager werden mit denselben Mindestbeständen geführt, obwohl der Absatz je Standort verschieden ist.
- Ware auf dem Transport zwischen zwei Lagern wird nirgends geführt, sodass sie im Bestand kurzzeitig fehlt und doppelt nachbestellt wird.
So hilft Ihnen 4softerp
- Sie legen beliebig viele Lager mit Lagerorten an und sehen den Bestand je Lager neben dem Gesamtbestand.
- Umlagerungen zwischen Ihren Lagern buchen Sie mit eigenem Beleg, sodass Absender und Empfänger nachvollziehbar bleiben.
- Die Inventur führen Sie lagerweise durch und vergleichen Zählmenge und Buchbestand je Standort.
- Führen Sie mehrere Gesellschaften mit eigenen Lagern, arbeiten Sie im selben Konto mit gemeinsamem Konzernkontenplan.
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