Kurzantwort
- Legen Sie für jeden wichtigen Artikel einen Mindest- und Höchstbestand fest.
- Bestimmen Sie den Meldebestand: Wiederbeschaffungszeit mal durchschnittlicher Tagesverbrauch, plus Sicherheit.
- Prüfen Sie regelmäßig die Liste der Artikel unter Meldebestand und lösen Sie Bestellungen aus.
- Passen Sie die Werte mit dem Verkaufsverlauf an, besonders bei saisonaler Nachfrage.
- Halten Sie Ihre Werte schriftlich fest und überprüfen Sie sie mindestens einmal im Quartal.
- Berücksichtigen Sie beim Meldebestand auch bereits bestellte, noch nicht gelieferte Mengen, damit nichts doppelt bestellt wird.
Betrieblicher Hintergrund
- Fehlbestände kosten Umsatz und Vertrauen, zu hohe Bestände binden Kapital.
- Der richtige Sicherheitsbestand hängt von Verbrauchsschwankungen und der Lieferzeit ab.
- Eine Auswertung nach Verbrauch zeigt Artikel, die häufiger nachbestellt werden müssen.
- Kennzahlen wie Reichweite helfen zu erkennen, welche Artikel knapp werden.
- Lieferzeiten von Lieferanten schwanken; rechnen Sie im Meldebestand einen Puffer dafür ein.
- Artikel mit hoher Nachfrage und kurzer Lieferzeit sollten häufiger geprüft werden als Ladenhüter.
- Eine ABC-Analyse hilft bei der Priorisierung: A-Artikel mit hohem Umsatzanteil brauchen die engste Überwachung, bei C-Artikeln genügen seltenere Prüfungen.
- Ein zu hoher Sicherheitsbestand ist teuer; er bindet Kapital und erhöht das Risiko von Ladenhütern und Schwund.
Beispiele
- Zum Beispiel: Ein Saisonartikel bekommt in den Monaten mit hoher Nachfrage einen höheren Mindestbestand.
- Zum Beispiel: Ein Rohstoff wird in 7 Tagen geliefert; der Meldebestand deckt den Verbrauch von 10 Tagen ab.
- Zum Beispiel: Ein Artikel mit stark schwankendem Absatz erhält einen höheren Sicherheitsbestand als ein gleichmäßig laufender.
- Zum Beispiel: Ein Artikel läuft 30 Stück pro Woche, die Lieferzeit beträgt zwei Wochen; der Meldebestand liegt bei 60 Stück plus Puffer.
- Zum Beispiel: Ein Artikel mit hoher Nachfrage wird wöchentlich statt monatlich auf Meldebestand geprüft.
- Zum Beispiel: Ein A-Artikel mit 25.000 € Jahresumsatz wird wöchentlich geprüft, ein C-Artikel mit 400 € Jahresumsatz nur einmal im Quartal.
Häufige Fehler
- Das ganze Jahr über gilt derselbe Mindestbestand, obwohl die Nachfrage schwankt.
- Die Liste unter Meldebestand wird zwar erzeugt, aber niemand handelt danach.
- Nachbestellmengen sind zu klein, der Engpass kehrt sofort zurück.
- Der Meldebestand wird einmal berechnet und danach nie mehr angepasst.
- Alle Artikel werden gleich behandelt, sodass Zeit für Ladenhüter verloren geht, während bei umsatzstarken Artikeln der Bestand zu knapp wird.
So hilft Ihnen 4softerp
- Bestand, offene Einkaufsbestellungen und Verkaufsaufträge sehen Sie im selben System und beurteilen den Nachschubbedarf fundierter.
- Berichte zu Verbrauch und Bestand zeigen Ihnen, welche Artikel häufig knapp werden und welche zu lange liegen.
- Wenn Sie mehrere Lager führen, prüfen Sie die Bestände je Lager, statt nur die Gesamtsumme zu betrachten.
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