Kurzantwort
- Legen Sie Artikel mit eindeutiger Artikelnummer, Barcode und Mengeneinheit an.
- Richten Sie Lager und Lagerorte ein, damit jeder Bestand einen festen Platz hat.
- Buchen Sie jeden Wareneingang und jeden Warenausgang mit einem Beleg.
- Legen Sie für kritische Artikel einen Mindestbestand fest und prüfen Sie ihn regelmäßig.
- Werten Sie den Bestand nach Lager oder Warengruppe aus.
- Legen Sie fest, wer im Unternehmen Bestände buchen darf, und dokumentieren Sie die Zuständigkeiten für jedes Lager.
- Prüfen Sie nach den ersten Wochen stichprobenartig, ob Ihre Buchungen mit dem tatsächlichen Regalbestand übereinstimmen.
Betrieblicher Hintergrund
- Ein Bestand ist nur so verlässlich wie die Belege, auf denen er beruht.
- Für die Bewertung müssen Sie ein Verfahren festlegen, etwa FIFO oder gleitenden Durchschnittspreis, und es konsequent anwenden.
- Mindestens einmal im Jahr wird der Bestand körperlich gezählt und mit dem Buchbestand abgeglichen.
- Häufigere Zählungen erhöhen die Genauigkeit, besonders bei schnell drehenden Artikeln.
- Kritische Artikel gehören in kürzere Zählzyklen als Artikel mit geringem Wert und langsamer Drehung.
- Stammdaten wie Bezeichnung, Mengeneinheit und Warengruppe legen fest, wie sich der Bestand später auswerten lässt; nachträgliche Änderungen sind aufwendig.
- Wer Bestände bucht, sollte nicht allein über Inventurdifferenzen entscheiden; die Trennung von Buchung und Kontrolle schützt vor Fehlern und Manipulation.
Beispiele
- Zum Beispiel: Ein Großhändler mit 2.000 Artikeln und drei Lagern scannt beim Wareneingang den Barcode und bucht die Menge auf das richtige Lager.
- Zum Beispiel: Ein Betrieb entnimmt Material für 1.200 € per Entnahmebeleg, der Bestand sinkt sofort um genau diese Menge.
- Zum Beispiel: Ein Händler bucht eine Kundenretoure von 5 Stück wieder ein und vermeidet so einen falschen Buchbestand.
- Zum Beispiel: Ein Online-Händler bucht jede Bestellung nach dem Versand aus, damit der Bestand im System dem Regal entspricht.
- Zum Beispiel: Ein Handwerksbetrieb führt Schrauben in Stück, Kabel in Metern und Farbe in Litern; einheitliche Mengeneinheiten verhindern, dass ein Karton mit 100 Stück als eine Einheit gebucht wird.
Häufige Fehler
- Retouren werden nicht zurückgebucht, der Buchbestand bleibt zu niedrig.
- Mehrere Artikel liegen auf demselben Lagerplatz, der Bestand vermischt sich.
- Es gibt keinen regelmäßigen Abgleich zwischen Buchbestand und Zählung.
- Artikelstammdaten werden doppelt angelegt, sodass sich der Bestand eines Artikels auf zwei Nummern verteilt.
- Für denselben Artikel gelten je nach Abteilung unterschiedliche Mengeneinheiten, sodass Wareneingang in Kartons und Verkauf in Stück den Bestand verfälschen.
So hilft Ihnen 4softerp
- Sie legen Artikel, Lager und Lagerorte im Lagermodul an und behalten jede Bestandsveränderung im Blick.
- Wareneingänge und Warenausgänge buchen Sie als Belege, sodass jede Menge einem Vorgang zugeordnet bleibt.
- Bei der Inventur erfassen Sie die Zählmengen im System und sehen die Abweichung zum Buchbestand je Artikel.
- Wenn Sie mehrere Gesellschaften führen, pflegen Sie deren Bestände getrennt in einem einzigen Konto.
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