Kurzantwort
- Legen Sie den Rhythmus fest: monatlich, quartalsweise oder rollierend nach Warengruppen.
- Erstellen Sie die Zählliste mit dem Buchbestand und sperren Sie währenddessen die Lagerbewegungen.
- Zählen Sie die Ware und erfassen Sie die Zählmengen im System.
- Prüfen Sie die Differenzen zwischen Buchbestand und Zählung.
- Verbuchen Sie Mehr- und Minderbestände erst nach Freigabe durch die Leitung.
- Halten Sie das Ergebnis fest: Zählprotokoll, Differenzliste und Freigabe gehören zusammen.
- Geben Sie die Lagerbewegungen erst wieder frei, wenn die Differenzen geklärt und freigegeben sind, und halten Sie den Zeitpunkt fest.
Organisatorischer Hintergrund
- Die Inventur ist der Abgleich von Buch- und Istbestand; sie schafft die Grundlage für einen belastbaren Jahresabschluss.
- Eine rollierende Inventur verteilt den Aufwand über das Jahr, statt ihn auf einen Stichtag zu legen.
- Zählungen sollten möglichst von zwei Personen durchgeführt werden, die nicht selbst das Lager führen.
- Jede Abweichung braucht eine dokumentierte Ursache, bevor sie gebucht wird.
- Wer zählt, sollte die Buchbestände vorher nicht sehen, damit die Zählung unbeeinflusst bleibt.
- Der Zählstichtag sollte so gewählt werden, dass möglichst wenig Ware bewegt wird, etwa nach Betriebsschluss oder am Wochenende.
- Zählteams brauchen schriftliche Anweisungen: Wie werden Teilmengen, beschädigte Ware und Fremdware gezählt und gekennzeichnet?
Beispiele
- Zum Beispiel: Ein Lager mit 500 Artikeln wird an einem Vormittag gezählt, weil Zähllisten nach Lagerplätzen sortiert sind.
- Zum Beispiel: Ein Händler zählt täglich rund 10 % des Sortiments und deckt so in zehn Arbeitstagen alles ab.
- Zum Beispiel: Eine Minderung von 8 Stück à 25 € entspricht 200 €; nach Klärung der Ursache wird sie gebucht.
- Zum Beispiel: Eine Warengruppe mit hohem Wert wird jeden Monat gezählt, Kleinteile nur einmal im Quartal.
- Zum Beispiel: Bei der Zählung stehen 40 Kartons Fremdware eines Kunden im Regal; sie werden gesondert erfasst und nicht dem eigenen Bestand zugerechnet.
Häufige Fehler
- Die Inventur läuft, während weiter ein- und ausgelagert wird, dadurch stimmen die Zählwerte nicht.
- Differenzen werden ohne Freigabe gebucht, was Manipulation erleichtert.
- Ursachen für Minderbestände wie Bruch, Diebstahl oder Buchungsfehler werden nicht dokumentiert.
- Es wird nur eine Stichprobe gezählt, aber der gesamte Bestand wird als geprüft behandelt.
- Beschädigte oder unverkäufliche Ware wird mitgezählt, obwohl sie nicht mehr verkauft werden kann; der Bestandswert erscheint dadurch zu hoch.
So hilft Ihnen 4softerp
- Sie erfassen die Zählmengen je Artikel und Lager direkt im System und stellen sie dem Buchbestand gegenüber.
- Abweichungen zwischen Zählung und Buchbestand sehen Sie je Artikel und können sie vor dem Buchen prüfen.
- Rollierende Zählungen arbeiten Sie Warengruppe für Warengruppe ab, ohne den Gesamtbestand aus dem Blick zu verlieren.
- Inventur und Finanzberichte liegen in derselben Umgebung, sodass Sie Bestandsergebnis und Zahlen zusammen betrachten können.
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