Kurzantwort
- Vergleichen Sie Buchbestand im ERP und gezählten Bestand im Lager.
- Prüfen Sie die letzten Bewegungen und ihre Quellbelege.
- Suchen Sie nach nicht gebuchten Vorgängen: Retouren, Umlagerungen, Entnahmen.
- Zählen Sie zur Bestätigung erneut und buchen Sie die Differenz mit Begründung.
- Legen Sie eine Toleranz fest, bis zu der Differenzen ohne Sonderprüfung gebucht werden dürfen.
- Dokumentieren Sie Ursache und Maßnahme jeder Differenz, damit sich Muster erkennen lassen.
Häufige Ursachen
- Ware wurde entnommen oder umgelagert, ohne dass jemand es gebucht hat.
- Retouren wurden angenommen, aber nicht zurückgebucht.
- Zählfehler oder Verwechslung ähnlicher Artikel.
- Falsche Mengeneinheit, etwa Stück statt Karton.
- Wiederkehrende Differenzen bei denselben Artikeln deuten auf einen Prozessfehler hin, nicht auf Zufall.
- Ein Mehrbestand ist ebenso ein Warnzeichen wie ein Fehlbestand: Er deutet auf nicht gebuchte Wareneingänge oder falsche Ausgänge hin.
- Prüfen Sie zuerst einfache Ursachen wie Mengeneinheit und Lagerort, bevor Sie aufwendig nach Diebstahl oder Schwund suchen.
Beispiele
- Zum Beispiel: Buchbestand 100 Stück, gezählt 87 – 13 Stück gingen ohne Entnahmebeleg an eine Vorführung.
- Zum Beispiel: Buchbestand 50 kg, gezählt 55 kg – eine Retoure wurde ohne Wareneingang angenommen.
- Zum Beispiel: Fehlmenge in Lager A, Mehrmenge in Lager B – eine Umlagerung wurde nicht gebucht.
- Zum Beispiel: Ein Artikel weicht jeden Monat um 3 Stück ab; die Ursache ist eine falsche Verpackungseinheit im Stammsatz.
- Zum Beispiel: Ein Artikel zeigt minus 4 Stück im System; der Wareneingang über 20 Stück wurde nicht gebucht, obwohl bereits 24 Stück ausgeliefert wurden.
Häufige Fehler
- Differenzen werden gebucht, ohne die Ursache zu klären; das Problem kehrt im nächsten Monat zurück.
- Minderbestände werden nicht freigegeben und können Verluste verdecken.
- Korrekturen werden ohne Beleg gebucht.
- Wiederkehrende Differenzen bei demselben Artikel werden immer wieder nur ausgebucht.
- Bei jeder Differenz wird sofort Diebstahl vermutet, statt zuerst Buchungen, Einheiten und Lagerorte zu prüfen.
So hilft Ihnen 4softerp
- Im Bewegungsjournal des Lagers verfolgen Sie, welche Belege den Bestand eines Artikels verändert haben.
- Bei der Inventur vergleichen Sie Zählmenge und Buchbestand je Artikel und Lager und sehen die Differenz sofort.
- Umlagerungen zwischen Lagern buchen Sie mit Beleg, sodass Fehlmenge und Mehrmenge zwischen zwei Lagern erklärbar bleiben.
- Ihre Inventurdifferenzen können Sie 6 Monate lang kostenlos mit eigenen Artikeln durchspielen; Preise in Euro.
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