Kurzantwort
- Definieren Sie den Verkaufsablauf: Auftrag, Reservierung, Lieferung, Rechnung.
- Definieren Sie den Einkaufsablauf: Meldebestand, Bestellung, Wareneingang, Rechnung.
- Verbinden Sie beide: Ein Verkauf senkt den Bestand und kann eine Nachbestellung auslösen.
- Prüfen Sie die Regeln in den ersten drei Monaten und passen Sie sie an.
- Halten Sie die Regeln in einer kurzen Prozessbeschreibung fest, die auch neue Mitarbeitende verstehen.
- Prüfen Sie wöchentlich, welche Reservierungen länger als 14 Tage offen sind, und klären Sie sie mit dem Vertrieb.
Organisatorischer Hintergrund
- Lager ist die Schnittstelle zwischen Verkauf und Einkauf.
- Regeln gelten nur für Standardfälle; Ausnahmen brauchen eine Person, die entscheidet.
- Ohne Preis- oder Mengenobergrenze steigt das finanzielle Risiko.
- Saisonale Anpassungen gehören von Anfang an in die Planung.
- Der Ablauf sollte auch für Retouren und Stornos definiert sein, nicht nur für den Normalfall.
- Ein Ablauf, der Lager, Verkauf und Einkauf verbindet, macht Engpässe früher sichtbar.
- Reservierungen verhindern, dass dieselbe Ware zwei Kunden zugesagt wird; sie müssen aber bei einer Stornierung wieder freigegeben werden.
- Der Ablauf gilt nur, wenn alle Beteiligten ihn nutzen: Ein Verkauf am System vorbei erzeugt Differenzen im Lager, die sich später schwer erklären lassen.
Beispiele
- Zum Beispiel: Ein Kundenauftrag reserviert Bestand, die Lieferung bucht ihn aus, die Rechnung schließt den Vorgang ab.
- Zum Beispiel: Sinkt ein Artikel unter den Meldebestand, entsteht ein Bestellvorschlag, der Einkauf prüft und bestellt.
- Zum Beispiel: Im Weihnachtsgeschäft gelten von November bis Dezember 50 % höhere Bestellmengen.
- Zum Beispiel: Eine Retoure wird angenommen, der Bestand zurückgebucht und die Rechnung per Gutschrift korrigiert.
- Zum Beispiel: Ein Artikel läuft schlecht; die Regel für die Nachbestellung wird gesenkt, um Kapital nicht zu binden.
- Zum Beispiel: Zwei Kunden bestellen am selben Tag je 60 Stück, im Lager liegen 100; der erste Auftrag reserviert 60, dem zweiten Kunden nennen Sie den Termin nach dem nächsten Wareneingang.
Häufige Fehler
- Der Ablauf hat keine Ausnahmeregeln, ein einzelner Sonderfall blockiert alles.
- Es gibt keine Kontrolle im laufenden Betrieb, Fehler bleiben wochenlang unbemerkt.
- Bestellungen haben keine Wertobergrenze.
- Retouren und Stornos sind im Ablauf nicht vorgesehen.
- Reservierungen werden bei einer Stornierung nicht aufgehoben, sodass Ware im System gebunden bleibt, obwohl sie frei wäre.
So hilft Ihnen 4softerp
- Kundenauftrag, Lagerbuchung und Nachbestellung bleiben in einem System nachvollziehbar miteinander verknüpft.
- Der Einkauf sieht Verkäufe und Bestand im selben Modul und kann Nachbestellungen damit begründen.
- Die Rechnung zum Verkauf stellen Sie über 4invoices aus, sobald die Lieferung gebucht ist.
- Führen Sie mehrere Gesellschaften, gilt der Ablauf je Gesellschaft; die Bestände bleiben getrennt und sind im selben Konto auswertbar.
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